Die musikalische Untermalung bei der Trauerfeier
Die moderne Zeit bringt auch Abwechslung in die Trauermusik. Die Musik widerspiegelt den Abschied, die Verlassenheit, die Wut und auch die Hoffnung auf Wiedersehen. Die musikalische Begleitung wird auch davon beeinflusst, was der nahestehende Mensch gern gehört hat. Nach dem Geschmack der/des Verstorbenen wird nicht nur die Musik sondern auch die Trauerfloristik zur Ausgestaltung gewählt.
Was wird besonders gerne als musikalische Untermalung gewählt?
Jede Zeit hat Ihre bevorzugten Musikstücke bei der Trauermusik. In den früheren Jahrhunderten waren hauptsächlich Trauermärsche und Requien in Mode. In der heutigen Zeit wählt man entweder religiöse Lieder, klassische Werke oder auch ganz einfach Hits aus der Popbranche. Man denke an die Beisetzung von Prinzessin Diana in London, da spielte Elton John einen eigens komponierten Popsong zu ihren Ehren: „Goodbye english rose“.
Die Trauerkultur unterliegt einer stetigen Wandlung, was auch an der Begleitmusik nicht spurlos vorüber gegangen ist. Vom klassischen Trauerlied bis zur Popmusik ist heute alles möglich, was den Angehörigen gefällt. Verabschiedungs- Zeremonien werden von Musikstücken aller Genres und von edler Trauerfloristik begleitet.
Trauerfeiern erinnern auch an das Leben
Die Erinnerung und der Stolz auf den Menschen, von dem Abschied genommen werden in den Vordergrund gerückt. Es wird auch an die Zuversicht im Leben der Angehörigen erinnert. In der Neuzeit nehmen weltliche Schlager schon einen weiten Raum ein, der Anteil liegt bei weit über 50 % der bestellten Musiktitel bei Trauerfeiern.
Die Trauermusik ist ein Ausdruck moderner Lebensformen geworden, die sich auch wegbewegt von alten Traditionen. Die einheitlichen Rituale in früheren Zeiten wandelten sich zu ganz persönlich gestalteten Feiern.
Welche Musik ist unerwünscht?
Dichtungsarten wie sie bei Trinkgelagen üblich sind, wären auch dann nicht erlaubt, wenn ein Verstorbener sie zu Lebzeiten gerne hörte. Die Würde der Trauerfeier würde hierdurch empfindlich gestört und die Persönlichkeit des Verstorbenen muss gewahrt werden. Die meisten Friedhofsordnungen schreiben Dinge wie die Grabgestaltung vor und das ist oft auch für die Musikuntermalung zur Trauerfeier gegeben. Trinklieder sind also tabu, ansonsten entscheiden die persönlichen Vorlieben des Verstorbenen und seiner Angehörigen.
Musikstücke von Künstlern der klassischen Hochschulen eignen sich auch gut für große Staatsbegräbnisse. Die Hochschule für Musik und Theater in Hamburg zeigt ihre künstlerischen Leistungen bei öffentlichen Konzerten, Opern- Theateraufführungen und Wissenschaftspräsentationen. Dies wäre rein theoretisch ebenso zu großen Trauerveranstaltungen möglich.
Posted: Juli 30th, 2010 under Musik.
Tags: Beerdigung, Musik, Trauerfeier